Das Aufwärmen.
Sechs Übungen in fester Reihenfolge: erst die Wirbelsäule mobilisieren, dann die Schulterblattmuskulatur aktivieren, dann die Hüften öffnen. Dauert keine zehn Minuten, korrigiert aber genau die Verkürzungen, die ein sitzender Tag hinterlässt. Vor jedem Trainingstag dranhängen.
Schulter öffnen.
Gezielter Block für die eingeschränkte Außenrotation: erst die vordere Schulter und die hintere Kapsel mobilisieren, dann die Außenrotatoren genau im verfügbaren Bereich kräftigen. Direkt nach dem Aufwärmen einschieben, an jedem Trainingstag. Regel über allem: kein scharfer Schmerz – ein Dehngefühl ist okay, ein Stechen ist das Stopp-Signal.
Reihenfolge · 8–10 Min · Fokus links
Türrahmen-Stretch hoch (1× rechts / 2× links, je 30s) → Sleeper Stretch sanft (1× rechts / 2× links, je 30s) → Boden-Außenrotation / Wandengel (2×8–10, beidseitig) → Außenrotation mit Band (1× rechts / 2× links, je 12–15). Die linke Seite bekommt überall einen Satz mehr, weil sie stärker nach innen gedreht steht. Beispielroutine ↗
Pull A — Rücken & hintere Schulter
Der wichtigste Tag der Woche. Wer den ganzen Tag sitzt, braucht doppelt so viel Rückenarbeit wie Brustarbeit. Volle Konzentration auf saubere Schulterblatt-Mechanik.
Warm-up · 5–7 Min
Katze-Kuh (10×) → Brustwirbel-Rotationen (8/Seite) → Band Pull-Aparts (15) → Türrahmen-Stretch (30s/Seite) → Hüftbeuger-Stretch (45s/Seite) → Wall Slides (10). Beispielroutine ↗
Push A — Brust & Schulter
Drücken, aber mit eingebauten Korrekturübungen für die Schultergesundheit. Vor jeder schweren Druckbewegung steht eine Reha-Bewegung. Externe Rotation und Y-T-W gehören mit dazu.
Warm-up · 5–7 Min
Standard-Block. Zusätzlich heute: 2 × 15 Band Pull-Aparts vor der ersten Druckübung. Schulter-Warm-up ↗
Beine & Gesäß
Das hier ist dein wichtigster Tag gegen das Hohlkreuz. Starkes Gesäß und starke hintere Oberschenkel ziehen das Becken in die neutrale Position. Nicht Crunches, sondern Hip Thrusts und Romanian Deadlifts machen den Unterschied.
Warm-up · 5–7 Min
Standard-Block + zusätzlich: 10 Bodyweight-Squats, 10 Glute Bridges, Welt-greatest-Stretch (5/Seite). Bein-Warm-up ↗
Mobilität & Korrektur
Bewusst der ruhige Tag. Keine Hanteln, kein Schweiß. Ziel: Hüftbeuger lockern, Brustwirbelsäule beweglich machen, Schulterstellung trainieren. Wenn du diesen Tag wirklich machst, beschleunigt er den Fortschritt aller anderen Tage.
Heute kein klassisches Warm-up
Stattdessen direkt mit dem ersten Mobilitätsblock starten. Atmen nicht vergessen – bei jeder Dehnung tief in den Bauch atmen, beim Ausatmen tiefer in die Position sinken.
Pull B — Variation
Gleicher Gedanke wie Tag 1, aber andere Winkel. Beidarmiges Rudern für den dicken Reiz, Renegade Rows für die Rumpfstabilität, mehr Trapezius-Arbeit für die obere Rückenpartie.
Warm-up · 5–7 Min
Standard-Block. Extra heute: Hängen an der Klimmzugstange für 2 × 20 s zur Schulterdekompression, wenn vorhanden.
Push B — Variation
Schulterschonende Druckvarianten. Floor Press anstelle des klassischen Bankdrückens reduziert die Belastung der Schulterkapsel. Mehr Seitheben für die mittlere Schulter, mehr Skapula-Arbeit.
Warm-up · 5–7 Min
Standard-Block + 2 × 15 Band Pull-Aparts + 2 × 10 Wall Slides direkt vor der ersten Druckübung.
Core & Beweglichkeit
Stabilisationstag. Wenn du müde bist, mach hieraus einen reinen Ruhetag – das ist absolut in Ordnung. Sonst: schöner Abschluss der Woche mit Anti-Rotations-Arbeit und ruhiger Beweglichkeit.
Warm-up · kurz
5 min ruhige Mobilität reichen heute – Katze-Kuh, Hüftbeuger-Stretch, leichte Atmung.